Montag, 27. November 2017

Bier, Wurst und... Hitler?! - Deutschlands Image in Japan

Picture by PALOMA Aviles under CC0 License

Früher hatte ich immer gehört, dass man als Deutscher einen besonderen Status als Ausländer in Japan inne hätte und es noch eine besondere Verbindung zwischen den zwei Ländern gäbe.


Tatsächlich ist das Image Deutschlands aus zwei Gründen extrem positiv, wobei der eine Grund recht drollig ist und der andere eher erschreckend.

Das Oktoberfest in Odaiba


Im Bezug auf das Image des Landes, kommt es drauf an, wen genau du fragst. Denn bezüglich Deutschland gibt es einen klaren Generationsunterschied:


Die Jugend


Fragt man junge Leute über Deutschland, gibt es üblicherweise zwei Reaktionen.


Entweder der Befragte neigt den Kopf und schaut einen verwirrt an, weil er keine Ahnung hat, was man sich unter Deutschland vorstellen soll und inwieweit Deutschland anders sein soll, als die USA. Oder der Befragte hüpft fröhlich hin und her und ruft:


“Deutschland! Bier und Wurst!”


Wie sonst auch üblich, ist das Image Deutschlands bayrisch. Kein Wunder, denn dieses Deutschlandbild hat Japan direkt aus den USA importiert.

Kommt das Thema Deutschland auf, werden sofort Assoziationen zum Oktoberfest geweckt. Deutsche sind also irgendwelche fröhlichen Leute, die den ganzen Tag Bier trinken und Wurst essen und dabei singen und tanzen.


Das Image Deutschlands in einem Bild zusammengefasst
Passend dazu gibt es unzählige Oktoberfeste in Japan, auf denen genau dieses Bild zelebriert wird. Wer nach Japan kommt, sollte sich nicht wundern mitten im März zum Oktoberfest eingeladen zu werden.


Die Feste finden hier das ganze Jahr über statt und sind eine willkommene Ausrede zum Trinken. Da darf man sich auch nicht wundern, dass dann überall Japanerinnen im Dirndl herumlaufen und dicke Männer auf der Bühne jodeln.


In Yokohama gibt es das alljährige „Frühlingsfest"

Viele Restaurants bieten auch “Oktoberfestmenüs” an und allgemein, wird Deutschland mit viel Gemütlichkeit assoziiert.


Ich persönlich finde diesen Oktoberfestwahn recht amüsant, denn dieses Image ist bei weitem besser, als das, was die alte Generation zu bieten hat.


Die ältere Generation


Fragt man alte Leute in Japan über Deutschland, ist die Reaktion meist die Folgende:


“Ah, Deutschland. Hitler!”


Oder


“Das nächste Mal ohne Italien!”


Da einige ältere Herrschaften anscheinend den Zweiten Weltkrieg noch nicht überwunden haben, fällt die Assoziation oft direkt auf die NS-Zeit.


Wer jetzt glaubt, dass dadurch das Image Deutschlands extrem negativ wäre, der täuscht sich. Gerade wegen der dunklen NS-Vergangenheit ist das Image so positiv, auch wenn das seltsam klingt.


Anscheinend werden bei einigen älteren Herren Verbundenheitsgefühle aus alten Tagen geweckt, wodurch man als Deutscher unter den Ausländern einen Sonderstatus einnimmt.


Eine Professorin von mir, hatte sich als junge Dame einmal bei einem rechtsgerichteten Altherrenkongress gemeldet und (für ihre Recherche) gefragt, ob sie an der Tagung teilnehmen dürfe.


Die alten Herren waren natürlich entsetzt davon, dass eine Ausländerin sich zu so etwas erdreistete. Doch da sie um das Image Deutschlands wusste, ergänzte sie:


“Aber ich bin Deutsche.”


Das änderte alles und der Ton wurde freundlich und einladend. Deutsche sind Freunde, denn schließlich hatte man doch zusammen im Krieg gekämpft. Ich hatte eine ähnliche Begegnung der dritten Art, mit einer rechtsgerichteten (aber jungen Japanerin).


Sie hasste alle Ausländer, aber Deutsche waren total okay. Anscheinend glaubt man unter den Rechten noch an eine gewisse Verbundenheit zwischen den zwei Nationen, die im Zweiten Weltkrieg ihren traurigen Höhepunkt fand.


Preußen in Japan


Theoretisch könnte man noch eine dritte Gruppe hier vorstellen, die sich an den Universitäten findet. Hier basiert der Kontakt zwischen Japan und Deutschland weder auf Oktoberfesten, noch dem Zweiten Weltkrieg.


Deutsches Brot ist nicht wirklich beliebt, abgesehen vom Laugenbrot

Vielmehr geht die Verbindung auf die Zeit Preußens zurück, das damals mit dem jungen Nationalstaat Japan in Kontakt trat und für viele Sachen Inspiration und Wissen geliefert hat.


Dadurch gelangte eine große Menge an deutschem Vokabular in die japanische Sprache, vor allem im Bereich der Philosophie, Medizin und dem Wintersport. Mein deutsches Lieblingswort im Japanischen ist übrigens:


“Lumpenproletariat” nach Karl Marx.


Aufgrund dieser Verbindung gehört Deutsch zu den großen Wahlpflichtfächern, an sämtlichen Universitäten und Germanistiklehrstühle sind auch kaum wegzudenken.


Gärtner und Friseure machen im Grunde die gleiche Arbeit. Die einen mähen das unnütze Gemüse im Garten ab, die anderen tun dies auf dem Kopf. Nicht wundern, wenn einem solche kleinen deutschen Überraschungen in Japans Straßen über den Weg laufen

Manchmal staune ich selbst darüber, wie viele Leute hier eigentlich Deutschunterricht haben (aber nur die wenigsten können es wirklich anwenden).

Deutsch gilt oft auch als coole Sprache. Ein junger Kollege fragte mich einmal, was "Medama-yaki" auf Deutsch heißt. Als ich ihm: "Spiegelei" sagte, kam er aus dem Staunen nicht heraus.

Das klingt wie ein Spezialangriff aus einem Videospiel!

Seitdem lief er durch die Firma und polterte stets: "Spiegelei", in Kombination mit einer Angriffsgeste. Das fand ich süß. 

Deutsches Fazit


Insgesamt kann man zusammenfassen, dass das Image Deutschlands recht positiv ist, auch wenn sich viele heutige Stereotypen kaum von denen unterscheiden, die man auch sonst in der Welt antrifft.

Was denkt ihr? Wird Deutschland ordentlich repräsentiert oder würdet ihr gerne andere Klischees haben? Und was habt ihr eigentlich für ein Bild von Japan? :D


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Samstag, 11. November 2017

6 Dinge, die ich gerne vor dem Japanologie Studium gewusst hätte


Picture by plume233 (Pixabay) under CC0 Creative Commons

Nach dem Abitur musste ich die wichtigste Entscheidung meines Lebens treffen: Was sollte ich studieren? Als Japanliebhaber war klar, dass es Japanologie sein musste. Doch ich konnte nicht ahnen, worauf ich mich da eingelassen hatte.


1. Japanologie ist keine Berufsausbildung
Rikkyo Universität Tokyo (ein Jahr lang war ich hier)

“Japanologie? Was macht man denn damit?”
Jeder der diese Frage schonmal gehört hat, kann gerne mal einen Kommentar hinterlassen. Doch so nervig die Frage ist, so berechtigt ist sie auch, wie ich während des Studiums feststellen musste.
Wer Maurer lernt, wird Maurer. Medizinstudenten zu Ärzten, Juristen zu Anwälten. Aber was werden Japanologen?
 
Die Universität bietet dir keine Berufsausbildung oder ein Staatsexamen, in dem du alles lernst, um bestimmte Positionen auszufüllen, sondern eine wissenschaftliche Ausbildung.  


Ziel deiner Dozenten und Professoren ist es primär, dich zu einem Wissenschaftler zu machen. Das gilt so ziemlich für jeden Studiengang und ganz besonders für Geistes- und Kulturwissenschaften.  


Wenn das aber nicht dein Ding ist, solltest du dich fragen:
“Brauche ich denn wirklich ein Studium oder reicht nicht eine Ausbildung, die mir einen klaren beruflichen Weg vorgibt?”
Oder, falls du wirklich studieren willst:


“Wie schaffe ich es trotzdem, berufsrelevante Fähigkeiten zu lernen?”  


2. Hardskills sind wichtiger als Softskills


The Body of Knowledge (Frankfurt Universität)

Irgendwann habe ich mich in meiner Uni-Zeit in zahlreiche Softskill-Workshops eingeschrieben, weil ich dachte, das würde meinen Marktwert erhöhen. Doch der Effekt davon war eher marginal.
Geistes- und Kulturwissenschaftler sind üblicherweise Träger zahlreicher Softskills, was an und für sich eine super Sache ist.
Sie können sehr gut kommunizieren, recherchieren und sich in andere hineinversetzen, wodurch es im Berufsalltag, vor allem mit Kundenkontakt, oftmals reibungslos flutscht.
 
Was aber viele dieser Wissenschaftler, nicht (so zahlreich) haben, sind Hardskills. Das sind all jene Skills, die wirklich greifbar und messbar sind, um es mal stark vereinfacht auszudrücken.  


C++ programmieren zu können ist zum Beispiel ein Hardskill. Oder Statistiken aufstellen und eine Sekundäranalyse ausführen zu können, wäre auch einer. Oder Japanisch sprechen können ist auch ein Hardskill.  


Der große Unterschied zu Softskills ist, dass man nicht einfach behaupten kann, einen besonderen Hardskill zu haben. Ein Japanologe kann in seinen Lebenslauf schreiben, dass er gut im Team arbeiten und sich in Leute hinein versetzen kann.


Jeder andere Student kann das aber auch reinschreiben und wer sollte diesem das Gegenteil beweisen können?
Für Softskills gibt es keine Messwerte. Für Hardskills schon. Niemand kann einfach behaupten, dass er Japanisch kann, obwohl er es nie gelernt hat. Wer es doch versucht, fliegt spätestens dann auf, wenn das Vorstellungsgespräch auf Japanisch stattfindet.  


Aus dem Grund sticht man mit einem guten Set an Hardskills direkt aus der Masse heraus. Dein Ziel im Studium sollte es also sein, Hardskills zu sammeln und diese auf einem guten Level beherrschen zu können.  


Man könnte sich sein eigenes Skillset wie einen Motor vorstellen, indem die Hardskills Zahnräder und Kolben sind und die Softskills das Schmieröl, damit der Motor reibungslos läuft.  


Im Notfall kann ein Motor mit viel Geknirsche und Rauch auch ohne Schmieröl laufen, während aber ein Motor in dem sich nur Öl befindet, überhaupt nicht laufen wird.
 
Im Idealfall hat man aber am besten Hard- und Softskills, die ineinandergreifen, damit alles läuft wie geschmiert.
3. Japanisch ist dein Rammbock in den Job


Japanisch zu lernen ist anstrengend aber unerlässlich für deine Karriere. Wer wie ich am Anfang des Studiums das Lernen schleifen lässt, muss später in kurzer Zeit alles nachholen.

Besonders in den ersten Semestern hatte ich die Bedeutung des Japanisch Lernens extrem unterschätzt. Stattdessen habe ich gerne mal den Unterricht geschwänzt, was sich heute rächt.
So verkennen auch die meisten Japanologen die Bedeutung, des oftmals einzigen Hardskills, den sie im Studium erwerben.

Japanisch Lernen wird oft als lästige Pflicht betrachtet und es wird nur das Nötigste getan, um die Prüfungen zu bestehen.
Erst wenn der Bewerbungsmarathon beginnt, fangen sie an zu realisieren, dass sie eine große Chance aus der Hand gegeben haben. Ich habe hier in Japan gesehen, dass Leute nur aufgrund überragender Japanischkenntnisse an ihre Jobs gekommen sind, obwohl sie, außer der Sprache vielleicht nicht viel vorzuweisen hatten.  


Eine Fremdsprache wird nur dann zu einem Hardskill, wenn man diese auf einem sehr guten Level beherrscht. “Ein bisschen” Japanisch sprechen zu können, wird dich nicht voranbringen. Auf Business Level sprechen zu können hingegen schon.  


Verlass dich im Studium zudem nicht auf den Japanischunterricht selbst. Du musst die Sprache für dich selbst lernen und sie ständig anwenden.

Dein Ziel sollte es sein, bis zum Ende des Studiums mindestens JLPT N2 Niveau (Businesslevel Japanisch) zu erreichen, am besten noch N1 (nahezu Muttersprachler Japanisch).  


Hier aber noch ein Einwand einer meiner Leser früherer Artikel: Sprachen sind Hardskills, werden aber oftmals als “Brückenskills” betrachtet.  


Wer nur Japanisch kann, baut zwar eine Verbindung zur japanischen Seite auf, kann dann aber nichts mehr Nützliches beitragen, ohne einen weiteren sprachenunrelevanten Hardskill (es sei denn du willst unbedingt Dolmetscher werden).  


Ein Beispiel: Ein Informatiker der Japanisch kann, hat für eine Firma einen höheren Marktwert, als der Japanologe, der sich nur auf die Sprache konzentriert hat.  


4. Studieren ist Zeitverschwendung


Gerade in Vorlesungen, mit Gruppenreferaten und ewig langen Power Points, wird viel Zeit in den Sand gesetzt, die man sinnvoller nutzen könnte.

Als es endlich ans Bewerben ging und Vorstellungsgespräche anstanden, wurde mir eines sehr schnell klar:
Es wurde viel über meinen Nebenjob als Hiwi gesprochen und auch über meine ehrenamtliche Tätigkeit bei einem japanischen Filmfestival, über die Arbeit in der Institutsgruppe der Japanologie, mein Doppelstudium, dass ich extra angefangen hatte und über meine Social Media Projekte.  


Aber weißt du, worüber niemand gesprochen hat? Über mein Zeugnis, meine Noten und was ich eigentlich im Studium gelernt und erforscht hatte.  


Da habe ich mich echt geärgert, da mir bewusst wurde, dass ich noch viel mehr hätte machen können. Stattdessen habe ich viel Zeit aufwenden müssen - besonders in späteren Semestern - um Hausarbeiten zu schreiben, über die nie je ein Mensch sprechen würde.  


Irgendwann wurde mir das Studium regelrecht zur Last, weil ich merkte, dass es mich von relevanten Dingen abhielt und ich viel Energie aufwendete, um halbwegs gute Noten zu schreiben, die später niemanden interessieren sollten.  


Wäre ich wirklich clever gewesen, hätte ich nur das absolute Minimum im Studium gemacht und mich stattdessen in noch mehr außeruniversitäre Tätigkeiten gestürzt, um noch mehr Erfahrungen und Hardskills zu sammeln.  


Anstatt also Jahrgangsbester zu werden, solltest du dir überlegen deine Energie zu sparen, um Projekte neben der Uni zu starten und Japanisch zu lernen. Zumindest wenn du sowieso kein Wissenschaftler werden willst.
5. Ohne Vitamin B kein Job


Wer relevante Leute kennen lernen möchte sollte sich in Schale werfen und viele Klinken putzen.

“Du bist die Summe deiner Kontakte”.


Das war ein Satz, den ich recht spät erst realisiert und akzeptiert hatte. Denn ich war ziemlich schüchtern und teilweise sozial scheu (wie die meisten Japanologen).
Ein breites Netz aus Kontakten ist aber unerlässlich, um später einen Job zu finden. Meine Erfahrung ist, dass die meisten Firmen nur eine öffentliche Ausschreibung für einen neuen Job machen, wenn es gar nicht anders geht.  


Das bedeutet, dass viele Firmen und Institutionen erstmal gucken, ob sie noch ein paar alte Bewerbungen in der Schublade haben oder im engen Umfeld herumfragen, ob jemand jemanden kennt, der für den Job in Frage käme.
Zwei wichtige Dinge leiten sich daraus ab:  
Erstens solltest du Initiativbewerbungen schreiben, denn auch wenn nichts ausgeschrieben ist, heißt das nicht, dass nichts frei ist oder wird.
 
Zweitens solltest du dir ein breites Netz an Kontakten aufbauen, indem du jedem kurz darstellst, was du kannst und wofür du stehst. So können sich die Leute an dich erinnern, wenn es irgendwann soweit sein sollte.  


Sieh es wie Marketing: Du kannst das tollste Produkt herstellen, mit dem besten Kundennutzen, aber wenn es keiner kennt und nie jemand was davon gehört hat, wird es trotzdem keiner kaufen.  


Bei meinen eigenen Kontakten stehe ich unter zwei Schlagworten: Japan und Social Media. Immer wenn in dieser Rubrik etwas aufkam, wurde ich kontaktiert. Auf diese Weise habe ich mein Praktikum bekommen und ganz indirekt auch meinen Job.  


Manchmal reicht es auch, nur die eine richtige Person zu kennen. Doch du kannst nie wissen, wer die “richtige” Person sein wird. Wirklich jede Person kann dir potenziell weiterhelfen.  


Also solltest du stets in die Breite gehen und am besten zu jedem einzelnen Menschen sehr nett und zuvorkommend sein und nebenbei mal fallen lassen, was du machst und planst.
6. Du MUSST nach Japan
Wer nur auf die Popkultur Japans abfährt, sollte sich zweimal überlegen, ob er oder sie wirklich Japanologie studieren sollte.

Mir fiel später in meinem Studium immer wieder auf, dass gerade die, die am lautesten schreien, sie würden Japan ja so sehr lieben, am allerwenigsten Interesse an Land und Kultur haben.
Vornehmlich sind das Leute, die sich nur für Japan interessieren, weil sie Manga und Anime mögen. Dass Manga und Anime aber nichts mit der Realität in Japan zu tun haben, muss man dir hoffentlich nicht erst erklären.  


Wenn doch, wird dir in der Japanologie erstmal ordentlich der Kopf gewaschen. Anstatt Naruto, One Piece und Sailor Moon steht dort Arbeitskultur, Faschismus und Feminismus auf dem Lehrplan. Das führt dann zu sehr hohen Abbrecherquoten in der Japanologie, weil die, die angeblich Japan ganz besonders “lieben”, enttäuscht sind von der Realität.
Ich kannte auch einige von diesen Studenten, die tatsächlich länger durchgehalten haben als gedacht und sogar das Glück hatten nach Japan zu gehen.  


Dort haben sie sich dann nur in ihr Zimmer eingesperrt und sich vor der Außenwelt versteckt. Insgeheim hatten sie gehofft ein buntes, schrilles und futuristisches Japan zu erleben. Stattdessen bekamen sie ein graues und abweisendes Japan, mit Architektur aus den 60ern.  


Und zu allem Überfluss mussten sie auch noch feststellen, dass man als hitziger Anime und Manga-Fan auch in Japan ein gesellschaftlich gemiedener Außenseiter ist. Autsch!  


Ich hatte nur das Glück, dass mich das reale Japan allgemein genauso fasziniert hat, wie die Darstellungen in der Popkultur. Wer akzeptiert, dass Japan nicht das pinke Zuckerwatte-Land ist, sondern die Dinge so annimmt, wie sie sind, wird um einiges erfolgreicher im Studium sein und muss sich nicht in seinem Zimmer verstecken, wenn er in Japan ist.  


Das zu verstehen ist essentiell für ein erfolgreiches Studium, in dem es dein Ziel sein sollte, nach Japan zu gehen. Sei es als Austauschstudent, als Working Holiday-Visanutzer, als Sprachschüler oder als jemand, der in der Pampa auf einem Bauernhof aushilft.


Allein in Japan gewesen zu sein, wird deinen Marktwert massiv anheben und dein Studium komplettieren. Einen Handwerker, der noch nie ein Rohr verlegt hat, wirst du auch nicht deine Sanitäranlagen installieren lassen. Genauso ist es mit Japanologen, die noch nie in Japan waren.  


Also solltest du viel Zeit aufwenden für die Recherche, wie du nach Japan kommst.
Fazit
Picture by cowins (Pixabay) under CC0 Creative Commons

Wenn du bis hier gelesen hast, wird dir aufgefallen sein, dass so ein Japanologiestudium im Grunde ein Vollzeitjob ist, schließlich muss man Skills, Erfahrungen und Kontakte anhäufen wie verrückt.
 
Doch sie es mal so: Dein Kumpel, der sich nach der Schule für eine Ausbildung entschieden hat, muss jeden Tag von früh bis spät schuften und das teilweise auch am Wochenende. Warum sollte es dir besser gehen als ihm?
Umso früher du das im Studium verstehst, umso besser kannst du deine eigene Zukunft in die Hand nehmen und selbst gestalten.

Bildnachweise:
https://pixabay.com/de/frau-modell-stra%C3%9Fe-670130/
https://pixabay.com/de/dokumentarfilm-schwarz-und-wei%C3%9F-1276188/


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Mittwoch, 26. April 2017

Dr. Unkos Kanji Drill - Kanjilernen für's Klo




Hey Leute,

Dachtet ihr euch beim stressvollen Japanischlernen nicht auch oft:


"Kanji sind echt !"


Japanische Grundschüler sind der exakt gleichen Meinung, wenn sie die ersten chinesischen Schriftzeichen in der Schule lernen müssen. Doch zum Glück gibt es jetzt den "Unko-Kanjidrill"!



(Unko = )


Doktor Unko steht einem dort hilfreich zur Seite und bringt euch die Kanji mithilfe von anwendungsorientierten Beispielssätzen bei.

Zum Beispiel:

"Ich stecke die Kerze in die !" Wer wollte das nicht immer schonmal sagen können, um das Eis beim ersten Kennenlernen zu brechen?



Und wenn man dann all die Kanji erfolgreich gelernt hat, dann bekommt man den Unko-Leistungsnachweis, mit dem man dann in der Grundschule angeben kann.

Wer das ganze Buch mit seinen knapp 100 Kanji schafft, der ist dann auf der selben Stufe wie ein japanischer Grundschüler im ersten Jahr. Glückwunsch!



Was denkt ihr? Würdet ihr euch der Challenge von Lehrer Unko stellen? Oder habt ihr das Kanjilernen schon in die Toilette getreten?

Bin gespannt! 


Dieser Beitrag stammt von meiner Facebook Page: "Tokyo, der Moloch und Ich

Schaut doch mal vorbei, wenn ihr Zeit habt! :D